Die Reaktivierung der Staudenbahn im Landkreis Augsburg nimmt Fahrt auf

Die Reaktivierung der Staudenbahn auf der Strecke von Gessertshausen nach Langenneufnach bietet eine große Chance für die Region! Es ist anzunehmen, dass dadurch eine Verkehrsverlagerung von der Straße hin zur Schiene in der Region erreicht werden kann, da Verkehrsprognosen deutlich über 1.000 Personenkilometer je Kilometer Streckenlänge vorsehen.

Damit ist die erforderliche Nachfrage, die Voraussetzung für eine Reaktivierung war, gegeben. Zwischenzeitlich wurde das Projekt auch in die Ausschreibung für die Augsburger Netze aufgenommen. Daneben ist es gelungen, dass der Freistaat Bayern eine Bestellung von Verkehren über den Zeitraum von 15 Jahren garantiert hat.

Ursprüngliches Ziel war es, bis Dezember 2022 die Schieneninfrastruktur in einen Zustand zu versetzen, der einen attraktiven Schienenpersonennahverkehr zulässt, was leider nicht geschafft wurde.

Erfreulicherweise konnte mit den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm ein neuer Infrastrukturbetreiber gewonnen werden, die bereits Erfahrung auf dem Gebiet der Reaktivierung einer Bahnstrecke, nämlich die erfolgreich reaktivierte Strecke Senden-Weißenhorn, gesammelt hat.

Um den Betrieb dauerhaft sicherzustellen, gilt es, Bundeszuschüsse zu akquirieren, weswegen eine Kooperationsvereinbarung mit den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm geschlossen wurde. Der Landkreis Augsburg steht damit zu dem Projekt Staudenbahn.

 

Die Weichen sind somit gestellt, dass möglichst 2027 die Strecke ertüchtigt ist und der Schienenpersonennahverkehr in der Region noch attraktiver wird.

Seit dem 1. Juni fährt der neue Rufbus des AVV in der Region. Der AktiVVo verbindet nun mit Kleinbussen zu jeweils acht Plätzen, behindertengerecht und kinderfreundlich, den Holzwinkel, Altenmünster, das Zusamtal und das Rothtal.

"Der neue Rufbus ist eine ideale Gelegenheit für die ganze Region zusammenzuwachsen und zugleich ein Schritt in eine neu gedachte Mobilität der Zukunft, denn durch die Querverbindungen und die große Flexibilität bietet er ein jeweils passgenaues Angebot, was entgegen der straffen Linienfahrten den Nahverkehr zu einer echt attraktiven Ergänzung des Individualverkehrs macht", resümiert Dr. Ludwig Lenzgeiger, der sich als Kreisrat für die Einführung des Rufbusses eingesetzt hat.

Zur aktiven Nutzung motiviert der Adelsrieder Bürgermeister Sebastian Bernhard, dem das Projekt in Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern der ganzen Region ein Herzensanliegen war und ist: "Wir befinden uns derzeit in der Erprobungsphase des AktiVVo, die vom Landkreis unterstützt wird. Unser Ziel muss es sein, dass dieses Angebot verstätigt wird. Hierfür sind aber natürlich die Nutzungszahlen entscheiden, weshalb ich alle Bürgerinnen und Bürger unbedingt dazu ermuntern möchte, sich auf eine Fahrt einzulassen, ganz unkompliziert, schnell und flexibel."

 

Der Bus kann per App oder Anruf gerufen werden und verbindet damit in enger Taktung und passgenau Ortschaften, die bislang mit dem regulären Nahverkehr im Grunde unerreichbar waren. Intelligent werden digital die Anfragen so gebündelt, dass Buchungen gemeinsame Strecken ergeben und somit den tatsächlichen Bedarfen der Mitfahrer möglichst passgenau entsprochen werden kann.

Das Projekt wird zu 60% aus dem sogenannten „300.000 Euro-Paket“ des Landkreises gefördert, mit dem dieser moderne Mobilitätskonzepte fördert, um den öffentlichen Nahverkehr schrittweise zu verbessern. 40% der Kosten tragen die einzelnen Gemeinden, also Adelsried, Altenmünster, Bonstetten, Emersacker, Heretsried, Horgau, Welden und der Markt Zusmarshausen, die Dank des Projektes besser vernetzt werden.

Wenn sich nach der Erprobungsphase zeigt, dass das Angebot rege durch die Bevölkerung angenommen wird, besteht die Möglichkeit, dass der AktiVVo in die reguläre Linienplanung des AVV übergeht. Die aktuellen Zahlen jedenfalls, zeugen davon, dass das Angebot durch die Bevölkerung begrüßt wird und Arbeitswege, Freizeitgestaltung sowie Arzt- und Amtsbesuche Dank des AktiVVos effizienter gestaltet werden.

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