Landkreis Augsburg. Die CSU und JU beschließen im Kreistag des Landkreises ihre Zusammenarbeit. An der Spitze der gemeinsamen Fraktion steht wieder Lorenz Müller (Schwabmünchen). Für die JU ist Lisa Wolf (Königsbrunn) nun Teil der Vorstandschaft. Im Fraktionsvorstand gibt es darüber hinaus neue Gesichter und bewährte Kreisräte.

Aus der Kreistagswahl im März 2026 ging die CSU im Landkreis deutlich als stärkste Kraft hervor und stellt in Zukunft 28 der 70 Kreisräte. Die JU wiederum war als eigene Liste angetreten und erlangte auf Anhieb zwei Mandate, was jedoch nicht der Stärke einer eigenen Fraktion entspricht. Die Verhandlungen zwischen CSU und JU zur zukünftigen Zusammenarbeit sind nun abgeschlossen und die JU fand für Ihre Anliegen Gehör.

„Wir geben der Jugend des Landkreises dadurch eine Stimme, dass wir die JU als gleichberechtigter Partner in der CSU-Kreistagsfraktion willkommen heißen“, erklärt Lorenz Müller den einstimmigen Beschluss der Fraktion. Dr. Lisa Wolf, Listenführerin und JU-Kreisrätin, bestätigt den Entschluss: „Wir waren in intensiven Gesprächen mit anderen Kreisrätinnen und Kreisräten, fanden jedoch nicht die inhaltlichen Übereinstimmungen und die Motivation für den Landkreis vor, die wir uns vorgestellt hatten.“ Die stärkste Stimme für die Jugend und für die Ziele der JU fände man zusammen mit der CSU, so die schwäbische JU-Bezirksvorsitzende.

In diesem Sinne wurde Wolf (Königsbrunn) auch in die Fraktionsvorstandschaft als Stellvertreterin von Lorenz Müller gewählt, der erneut das Vertrauen als Vorsitzender erhielt. Ihm zur Seite stehen als stellvertretende Fraktionsvorsitzender in bewährter Weise Stephan Dölle (Schwabmünchen) sowie Ulrike Höfer (Fischach). Neu hinzu als Stellvertreterin für den nördlichen Landkreis kommt Lena Rasilier (Thierhaupten). Den Posten des Schatzmeisters hat erneut Stefan Buck (Gersthofen) inne. Dr. Ludwig Lenzgeiger (Adelsried) wiederum erhielt als Geschäftsführer neuerlich die Zustimmung der Fraktion.

„Mit Martin Sailer als Landrat an der Spitze des Landkreises und einer starken Fraktionsgemeinschaft können wir weiterhin die Leitlinien für die Kreispolitik gestalten“, so Lenzgeiger, wobei die Belange der Bürger mit Blick auf Gesundheit, Sicherheit, Lebensqualität, die wirtschaftliche Stärke sowie unser Bildungslandkreis stets das Maß der Dinge sind. So gehe man motiviert und dankbar für das große Vertrauen der Wähler in die neue Periode bis 2032.

Zuversichtlich für den Landkreis ist die neue Fraktionsgemeinschaft aus JU und CSU mit Vorsitzendem Lorenz Müller (2.v.r.), Dr. Lisa Wolf (r.) sowie Stephan Dölle, Stefan Buck, Lena Rasilier, Dr. Ludwig Lenzgeiger und Ulrike Höfer (v.l.)

Landkreis Augsburg. Der Kreistag des Landkreises Augsburg verabschiedete den Haushalt für das Jahr 2026 und damit die zentralen Linien der Kreispolitik. Er trägt die Handschrift der CSU und ihn prägt die Devise: Auch in Zeiten knapper Kassen nicht den Mangel verwalten, sondern weiterhin gestalten.

Bei seinen Vorbemerkungen ließ es Landrat Martin Sailer nicht an Deutlichkeit im Hinblick auf die derzeitige Lage nicht nur des Landkreises Augsburg, sondern der „gesamten kommunalen Familie“ vermissen: „Die Haushaltberatungen 2026 waren die schwierigsten, vor denen wir jemals standen, und die Jahre 2027 und 2028 lassen auf keine Besserung hoffen.“ Man sei mit über 18 Millionen Euro an Defizit gestartet, mit einem Haushalt, der nicht genehmigungsfähig war. Behutsamer und verantwortungsvoller Personalausbau, Reduktion der Sozialausgaben, wo rechtlich möglich, und „schweren Herzens“ Einsparungen bei den freiwilligen Leistungen; so sei nun ein Haushalt zustande gekommen, der weiterhin Raum zur Gestaltung lässt und von Übernahme politischer Verantwortung zeugt. „Wir puffern weiterhin die Steigerung der Bezirksumlage für unseren Landkreis ab und wir konnten dennoch die Jugendförderung der Vereine sogar erhöhen. Wir stärken gesellschaftlichen Zusammenarbeit gerade in schweren Zeiten“, erklärte Sailer. Zukünftige Investitionen seien im Lichte von explodierenden Sozialausgaben durch Rechtsansprüche und stete Tarifsteigerungen aber nur durch eine moderate Anpassung der Kreisumlage um 1,5 Punkte – statt knapp 5 Punkten wie im ersten Entwurf vorgesehen – möglich. „Insbesondere die Schulgutachten geben uns eine klare Weisung für die Zukunft,“, ergänzte der Landrat weiter, „moderate Haushaltskonsolidierung, um unseren Bildungslandkreis zu erhalten, Schulen zu sanieren, neue Lernräume zu schaffen und so die Zukunft zu gestalten.“
Zustimmung zur Diagnose erhielt er ebenso von der Kreiskämmerin wie von Lorenz Müller, dem Fraktionsvorsitzenden der CSU: „Die kommunale Finanzkrise ist auch im Landkreis Augsburg angekommen.“
Müller wiederum legte gleichsam ein Plädoyer für „Verantwortung und Verlässlichkeit gegenüber den Bürgern im Landkreis“ ab. Die zentralen Ziele seien in den vergangenen sechs Jahren erfüllt worden, nämlich gesellschaftlicher Zusammenhalt, Sicherheit etwa im Katastrophenschutz und der Gesundheitsversorgung, Weiterentwicklung des ÖPNV beispielsweise durch den AtkiVVo und gerade auch die Investitionen in Bildung. „Verantwortung und Verlässlichkeit zeigt sicher aber auch in der Ausrichtung auf die Zukunft, also darin, nicht die Rücklage vorschnell aufzubrauchen, Einsparungen vorzunehmen und auch finanzielle Freiräume zu schaffen“, so der Appell Müllers für die Zustimmung zum Haushalt, welche wiederum ein Ausweis von Verantwortung gegenüber den Bürgern wie dem nächsten Kreistag sei. Zur Perspektive der Kommunalfinanzen äußerte Müller deutliche Worte in Richtung Bund, der etwa durch Rechtsansprüche und Verpflichtungen für die kommunale Ebene erhebliche Probleme vor Ort schaffe. „Wir müssen über Standards und Versprechungen sprechen, so kann es nicht weiter gehen, wir brauchen eine Entlastung, nicht nur finanziell, sondern auch im Hinblick auf Wünsche, Verpflichtungen und Anforderungen“, so Müller, der dabei zugleich auf die über 58 Millionen Euro verwies, die der Freistaat Bayern im Rahmen des kommunalen Finanzausgleiches zur Verfügung gestellt hatte. „Wir jammern nicht nur, wir arbeiten aktiv an Lösungen“, hielt Müller abschließend fest, „und dieser Haushalt ist Teil der Lösung.“
Bei einer Gegenstimme wurde der Haushalt schließlich durch den Kreistag verabschiedet.

 

Die CSU-Kreistagsfraktion arbeitet in den Haushaltberatungen verantwortungsvoll an der Kostenstruktur
„Keine Position blieb ungeprüft“ – die CSU-Kreistagsfraktion arbeitete in den Haushaltberatungen verantwortungsvoll an der Kostenstruktur, um auch in der Zukunft gestalten zu können.

Landkreis Augsburg. Bei der jüngsten Kreistagssitzung beschied das Landkreisgremium über den möglichen Zusammenschluss des bestehenden Augsburger Verkehrs- und Tarifverbundes (AVV) mit dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV). Die CSU-Fraktion begrüßt den Schritt in die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs.

Seit geraumer Zeit finden Gespräche zwischen MVV, AVV, den Vertretern der beteiligten Landkreise und Kommunen sowie dem Freistaat Bayern statt, um die zukünftige Kooperation auf Augenhöhe auszuloten. Landrat Martin Sailer als maßgeblicher Impulsgeber der Zusammenarbeit sprach sich bei der zurückliegenden Kreistagssitzung ausdrücklich für das Projekt aus. Die zurückliegenden Gespräche mit Staatsminister Bernreiter und dem Münchner Oberbürgermeister Reiter hätten zugleich eine positive Signalkraft für die Unternehmung.
Unterstützung erhielt er dabei von seinem Stellvertreter Dr. Michael Higl, der den Landkreis unter anderem im Aufsichtsrat von AVV und den Bayerischen Gemeindetag in der BEG vertritt.
„Unser Fokus liegt auf den Fahrgästen und gerade deshalb begrüßen wir die AVV-MVV-Fusion“, erklärt Higl, denn hierfür sprächen zentrale Punkte, wie sie bei der Sitzung von den Geschäftsführern der beiden Verkehrsbetriebe vorgetragen worden waren.
So könne man künftig mit den Ski im Gepäck von Gablingen bis Garmisch-Partenkirchen, oder in der Badehose von Bäumenheim bis Bernau am Chiemsee in einem Tarifverbund fahren, was gerade auch angesichts der andauernden Debatten um das Deutschlandticket perspektivisch von großer Bedeutung sei. Aussichten für die Erweiterung des Tarifgebietes gäbe es zudem ebenso in Richtung Allgäu wie nach Ostbayern.
Die Fahrgäste wiederum profitieren noch konkreter von der Zusammenarbeit, insbesondere in Form der verbesserten Digitalisierung von Fahrplanung und Ticketkauf. „Es gilt künftig ‚Alles aus einer Hand‘. Ein Beispiel, das schon aus den gemeinsamen Gesprächen hervorging, ist die Einführung von Swipe-Systemen auf gemeinsamer technischer Basis: Im AVV kann der Fahrgast nun automatisch die günstigste Ticketvariante erhalten und muss sich nicht im Ticketwirrwarr verlieren. Einsteigen, mit dem Mobiltelefon einwählen, aussteigen und fertig“, fasst Sailer zusammen, der zugleich betont, dass die Verkehrsbeauftragung und damit die zielgenaue Bestellung von Verkehren weiterhin in der Zuständigkeit des Landkreises liegt.
„In einem großen Verkehrsverbund realisieren wir Größenvorteile zum Nutzen der Fahrgäste, können Mehrfacharbeiten einsparen und trotzdem weiterhin unsere Verantwortung für die Verkehre im Landkreis wahrnehmen“, ergänzt Dr. Higl.
Von Synergieeffekten bei der Zusammenlegung der Verkehrsbetriebe profitiert wirtschaftlich wiederum nicht allein die Unternehmensstruktur, sondern auch der Fahrgast durch eine klare und effiziente Tarifgestaltung. Perspektivisch sei durch die Verlagerung von Verkehren auf den ÖPNV auch mit einer verkehrlichen Entlastung der Region zu rechnen.
„Wir stehen zur AVV-MVV-Fusion, weil sie letztlich dem Fahrgast zugutekommt“, erklärt Fraktionsvorsitzender Lorenz Müller, der in der zurückliegenden Kreistagssitzung zugleich ein positives Zeichen für die weiteren Partner und einen wichtigen Schritt in die „Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs“ sieht. Ein mögliches Zieldatum für den gemeinsamen Start ist der 1.1.2027. Der einstimmig gefasste Grundsatzbeschluss des Kreistages ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

 

Ein rot-weißer Zug fährt durch eine idyllische Landschaft mit blauem Himmel und saftig grünen Wiesen, im Hintergrund ist ein Kirchturm zu sehen.
„Ein Meilenstein in der Gestaltung des ÖPNV für unseren Landkreis“, so beurteil die CSU-Fraktion einhellig die Initiative von Landrat Martin Sailer zur Fusion von AVV und MVV.
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Ustersbach. Die CSU-Fraktion im Kreistag des Landkreises Augsburg tagt nicht nur im Landratsamt, sondern im ganzen Landkreis. Bei der jüngsten Sitzung besuchten die Kreisräte die Grundschule Ustersbach und die dortige Außenstelle der Helen-Keller-Schule. Für die Arbeit rund um den Bildungslandkreis gab es Lob.

Nicht allein der Ustersbacher Bürgermeister Willi Reiter begrüßte die Vertreter des Landkreisparlamentes, sondern auch die Rektorin der örtlichen Grundschule Gabriele Wolff sowie der Sonderschulrektor Marvin Fogelstaller, der der Helen-Keller-Schule in Dinkelscherben vorsteht. So war nicht allein der Sachaufwandsträger präsent, sondern auch zwei pädagogische Experten, die sich seit Jahrzehnten mit viel Leidenschaft in Ustersbach einem ganz besonderen Projekt widmen.
In der Grundschule nämlich finden sich derzeit vier Förderschulklassen sowie Stütz- und Fördergruppen als Außenstelle, und zwar zusätzlich zu den sechs Grundschulklassen. Was als Lösung für akute Raumnot im Jahr 2006 begann, wurde kurzerhand zur Tugend, denn die beiden Kollegien arbeiten eng zusammen. „Man muss einfach machen“, so der Leitsatz von Rektor Fogelstaller für die alltäglichen Herausforderungen im Schulbetrieb. Man hätte freilich endlos lamentieren können, aber „wir haben uns dazu entschieden, es gemeinsam anzupacken.“ So entstand kurzerhand ein kleines Musterprojekt der Inklusion, das eben nicht auf starre Vorgaben und Fernplanung setzt, sondern ganz konkret in der Schulpraxis und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Kinder leise, aber erfolgreich gelebt wird. „Unser Ausgangspunkt ist eine realistische Lernumgebung und nicht etwa die zwanghafte Zusammenlegung von Strukturen. Die Grundschul- wie die Förderschulkinder arbeiten zwanglos dort zusammen, wo es pädagogisch sinnvoll ist und wissen meist nicht einmal, wer in welcher Schulart ist“, erklärt Gabriele Wolff als Rektorin der Grundschule. Zentral sei es, dass die Kollegien und die jeweiligen Klassenlehrer in engem Austausch stehen, denn so biete die Kooperation tagtägliche Anlässe zur inhaltlichen und methodische Differenzierung, also dem gemeinsamen Lernen je nach Entwicklungsstand des einzelnen Kindes. Fogelstaller bringt die Philosophie der Zusammenarbeit auf den Punkt: „Unser Prinzip ist ehrliches Fördern und Fordern statt Reparieren. Dazu gibt es aus meiner Sicht auch keinen besseren Landkreis als Partner, denn Landrat Martin Sailer und der Kreistag machen keine Unterschiede zwischen den Schularten, sie schätzen und unterstützen alle, von der Grund- und Förderschule bis zur FOS und BOS.“
Ludwig Lenzgeiger, Fraktionsgeschäftsführer und Mitglied im Bildungsausschuss des Landkreises, ergänzt: „Im Landkreis Augsburg haben wir gezielt und aus Überzeugung alle Schularten im Blick und halten uns nicht mit Strukturkosmetik auf, sondern sind verliebt ins erzieherische Gelingen. Von der Abschaffung der Förderschule als Einrichtung, wie dies immer wieder in anderen Bundesländern diskutiert wird, halten wir absolut nichts.“ Denn, so Lenzgeiger weiter, die beste Arbeit für das Kind beginne bei der ehrlichen Betrachtung der Realität, ebenso ihrer Probleme wie ihrer Potenziale.
Die Kreisräte zeigten sich beeindruckt von der erfolgreichen Arbeit vor Ort, weshalb Fraktionsvorsitzender Lorenz Müller resümierte: „Dass wir hier ins Ustersbach in diesem Jahr über 1,5 Millionen Euro für neue Klassenzimmer in Modulbauweise investieren, ist eine richtige Entscheidung. Hier wird hervorragende Arbeit mit den Kindern geleistet, hier wird der Bildungslandkreis mit Leben gefüllt.“ Nicht allein dafür dankte Bürgermeister Reiter Landrat Sailer und dem Kreistag zum Abschluss, sondern auch für die durch den Landkreis vermittels Förderung erst ermöglichte Schulsozialarbeit und die Jugendhilfe, die für den Schulalltag von unschätzbarem Wert seien.

 

Gruppenfoto der freundlich lächelnden CSU-Fraktionsmitglieder vor der Förderschule in Ustersbach
Ein Beispiel für gelingende Inklusion und Zusammenarbeit von Schularten sowie Kommune und Landkreis – die CSU-Kreistagsfraktion besuchte die Grundschule Ustersbach und die dortige Außenstelle der Helen-Keller-Schule. Dort entstehen zeitnah für rund 1,5 Millionen Euro neue Klassenräume in Modulbauweise.

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