Landkreis Augsburg. Stetig steigende Sozialausgaben, Aufgabenmehrung durch staatliche Vorgaben und allgemeine Teuerungen; für den Landkreis Augsburg stehen wie für das gesamte Land finanziell schwerere Zeiten an. Die CSU-Fraktion und Landrat Martin Sailer schlagen einen verantwortungsvollen Sparkurs ein, um die Gemeinden im Landkreis nicht zusätzlich zu belasten.
Mit rund 19 Millionen Euro Unterdeckung starteten die Kreisrätinnen und Kreisräte in die Beratungen für den Haushalt 2024 bereits zum Ende des vergangenen Jahres. Somit war unmittelbar klar, dass – wenn der Landkreis weiterhin seine Investitionen in Bildung und Infrastruktur aufrecht erhalten will – gespart werden muss. Deshalb wurde bereits im Vorjahr ein eigener, fraktionsübergreifender Arbeitskreis von Landrat Martin Sailer eingesetzt, der sich den Themen Haushalt und Finanzen widmete und widmet. Dieser trug gemeinsam mit der Verwaltung Sparvorschläge zusammen und stellte zudem die zahlreichen freiwilligen Leistungen des Landkreises auf den Prüfstand.
„Verantwortungsvolle Politik heißt für uns auch, Prioritäten zu setzen. Nach finanziell guten Jahren kommen nun härtere Zeiten auf uns zu und es ist nur redlich, dies auch offen zu sagen. Wir wollen das hohe Niveau mit Blick auf Verwaltungsdienstleistung, Infrastruktur, Bildungsausstattung und Kunst- wie Kulturförderung halten“, erklärt Fraktionsvorsitzender Lorenz Müller zur Linie der Haushaltsverhandlungen und ergänzt: „Dazu müssen wir aber auch alle Spielräume nutzen, die bislang ungenutzt geblieben sind, Liebgewonnenes auf den Prüfstand stellen und uns als Landkreis zunehmend auf unsere Pflichtaufgaben konzentrieren.“
Die Aufgabenlast seitens Bund und Land ohne hinreichenden Ausgleich, die explodierenden Ausgaben in der Jugend- wie Sozialhilfe, kontinuierlich hohe Ausgaben für Unterrichtstechnik und die sich eintrübende gesamtwirtschaftliche Lage gingen auch am Landkreis nicht spurlos vorüber, wie Fraktionsschatzmeister Stefan Buck aus Gersthofen erläutert.
Der aus Sicht der CSU mögliche Haushaltsausgleich gelang Dank intensiven Diskussionen innerhalb der Fraktion über die Vorschläge des Haushaltsarbeitskreises sowie gemeinsam mit den anderen Fraktionen über die einzelnen Haushaltspositionen in den Ausschüssen. Zentrale Posten, die zudem für den Ausgleich gesorgt hätten, seien insbesondere die Senkung der Bezirksumlage, die die CSU-Fraktion im Bezirkstag in Zusammenarbeit mit dem Präsidenten Martin Sailer initiiert habe, und schließlich der kommunale Finanzausgleich. „Unsere Heimatabgeordnete Carolina Trautner hat sich ambitioniert für Schwaben und den Landkreis eingesetzt und rund 3,7 Millionen Euro mehr für uns geholt“, dankt Buck in diesem Zusammenhang.
„Die kommunale Ebene muss zusammenhalten und dazu gehört für uns seitens des Kreistages auch eine verantwortungsvolle Finanzpolitik, die nicht einfach die Kosten auf die Gemeinden und Städte abwälzt. Dass wir also trotz der Kostenlawine, die uns derzeit zu schaffen macht, die Kreisumlage aus Sicht unserer Fraktion stabil halten können, zeigt eines: Wir sind der Partner der Kommunen“, resümiert Fraktionsgeschäftsführer Dr. Ludwig Lenzgeiger die derzeitigen Beratungen.
Bobingen. Die Fraktion der CSU im Kreistag des Landkreises Augsburg besucht regelmäßig im Rahmen ihrer Fraktionssitzungen Landkreisgemeinden. In Bobingen konnten die Christsozialen einen Erfolg vermelden.
Lorenz Müller, Fraktionsvorsitzender und Bürgermeister von Schwabmünchen, brachte den Kreisräten zur Fraktionssitzung gute Neuigkeiten mit. Denn der Antrag der CSU-Fraktion auf eine Erweiterung der Pflegeschule in Bobingen trägt Früchte. „Die Regierung von Schwaben hat mittlerweile eine Förderzusage erteilt und das bedeutet einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn für die Wertachkliniken“, erklärte Müller. Er dankte dabei insbesondere dem Gastgeber Klaus Förster als Bezirksrat und Bürgermeister von Bobingen, der durch die Übernahme von Ausgleichsflächen durch die Stadt die Maßnahme erst möglich machte. Landrat und Bezirkstagspräsident Martin Sailer veranschaulichte, was die Zusage konkret bedeutet. „Wir schaffen nun bei, mit und für die Wertachkliniken fünf neue Ausbildungsplätze für Pflegekräfte und zwanzig neue Plätze für Pflegehelfer. Das ist angesichts des Fachkräftemangels ein Gewinn für die ganze Region“, so Sailer, der zugleich ausführte, dass mit rund 2,5 Millionen Förderung gerechnet werden könne. Angesichts der Finanzlage des Landkreises sei es zudem bemerkenswert, dass die weiteren Investitionen aus Mittel der Kliniken getragen würden, und damit der Kreishaushalt nicht belastet würde. „Gerade angesichts der latenten Diskussionen rund um Klinikschließungen im ländlichen Raum ist dies ein starkes Zeichen“, erklärte Sailer weiter.
Der Landkreis Augsburg hat aus dem in die Jahre gekommenen Jugendfreizeitgelände „Rücklenmühle“ in Gabelbach bei Zusmarshausen ein wahres Schmuckstück gemacht, das nun Jugendgruppe ebenso wie Familien willkommen heißt.
In Zusmarshausen an Zusam und Fehlbach ist eine neue Anlage entstanden, die sich perfekt für Veranstaltungen der Jugendarbeit eignet: Naturnahe Gebäude auf einem Gelände, das einer waldartig umschlossenen Insel mit zwei Bachläufen gleicht. Jugendgruppen, Vereine, Verbände und Schulklassen finden auf dem Jugendfreizeitgelände Rücklenmühle in Gabelbach die idealen Voraussetzungen für ihre Bildungs-, Freizeit- und Erholungsmaßnahmen. Sie haben nicht nur Gelegenheit, Natur und Gemeinschaft zu erleben, sondern Erinnerungen zu schaffen und Raum zur Persönlichkeitsentwicklung zu finden
Das Bestandsgebäude wurde saniert und durch einen weiteren Aufenthaltsbereich mit Küchen sowie Sanitäreinheiten erweitert. Dazu kamen der Neubau eines Selbstversorgerhauses, einer Zelthausgruppe sowie die Neugestaltung der gesamten Freifläche.
Vor Ort ist alles, was man braucht: Für heiße Tage gibt es eine Badestelle, die – ebenso wie das ganze Gelände – barrierefrei gestaltet ist.
Träger des Projekts ist der Landkreis Augsburg, betrieben wird das Jugendfreizeitgelände vom Kreisjugendring Augsburg-Land.
Die neu entstandene Einrichtung bietet nun Platz für die Naturerlebnisse und das gemeinsame Freizeitprogramm dreier Gruppen gleichzeitig.
Das Selbstversorgerhaus „Zusamaue“ kann 35 Personen beherbergen. Es bietet acht Vierbettzimmer, jeweils mit Dusche und WC im Obergeschoss, einen Aufzug, zwei Zimmer mit rollstuhlgerechtem Bad, einen Betreuer-, einen Aufenthaltsraum und eine Küche im Erdgeschoss. Das Gebäude ist ganzjährig nutzbar – auch für Schulklassen. Es ist von Grünflächen umgeben, auch eine Feuerstelle gehört dazu.
Auf dem Zeltplatz gibt es feste Zelthäuschen in Holzbauweise. Jedes ist mit vier Schlafplätzen ausgestattet. Mit einem zusätzlichen barrierefreien Zelthäuschen ist Platz für 34 Personen. Auch zu diesem Bereich gehört mit dem Haus „Fehlbach“ ein eigenes Gebäude mit Küche, Aufenthalts- und Sanitärräumen sowie einer Feuerstelle.
Auf dem Zeltplatz ist zudem Platz für etwa 40 Personen mit selbst mitgebrachten Zelten. Er verfügt mit der „Alten Mühle“ über ein eigenes Gebäude mit Küche, Aufenthaltsraum mit Kaminofen und Sanitärräumen sowie eine Feuerstelle und große Spielwiese.
Zudem gibt es einen Fußballplatz. Der Fehlbach lockt zum Spiel am oder im Wasser, während sich die Zusam für eine ausgedehnte Floßfahrt anbietet.
Besonders schöne Wanderwege befinden sich in dem zusammenhängenden Waldstück nordöstlich von Steinekirch und „Am Horn“, südlich von Zusmarshausen. Wanderungen sind außerdem beschrieben im Wander- und Freizeitführer „Naturpark Augsburg - Westliche Wälder“.
Mit rund 5 Mio. Euro Baukosten hat der Landkreis Augsburg ein wahres Kleinod für Kinder und Jugendlichen – nicht nur aus dem Landkreis Augsburg – geschaffen. Gefördert wurde das Vorzeigeprojekt durch ReAL West e.V., EVA Erholungsgebieteverein, den Bezirk Schwaben, LEADER und die Stadt Augsburg.
Das neu gestaltete Jugendfreizeitgelände an der Rücklenmühle wurde zudem mit dem Regionalen Holzbaupreis der Bayer. Staatsregierung gewürdigt. Die Jury lobt unter anderem das Gesamtkonzept des Projekts. Die Auszeichnung wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert.
„Als Landkreis sind wir stolz auf das, was wir dort gemeinsam geschaffen haben. Dass unser neuer Zeltplatz in Windeseile belebt wurde und nun über das gesamte Jahr allen Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit gibt, Natur und Gemeinschaft zu erleben, sehen wir als Erfolg“, erklärt Ulrike Höfer, stellvertretende CSU-Fraktionsvorsitzende und Sprecherin im Jugendausschuss.
Die Reaktivierung der Staudenbahn auf der Strecke von Gessertshausen nach Langenneufnach bietet eine große Chance für die Region! Es ist anzunehmen, dass dadurch eine Verkehrsverlagerung von der Straße hin zur Schiene in der Region erreicht werden kann, da Verkehrsprognosen deutlich über 1.000 Personenkilometer je Kilometer Streckenlänge vorsehen.
Damit ist die erforderliche Nachfrage, die Voraussetzung für eine Reaktivierung war, gegeben. Zwischenzeitlich wurde das Projekt auch in die Ausschreibung für die Augsburger Netze aufgenommen. Daneben ist es gelungen, dass der Freistaat Bayern eine Bestellung von Verkehren über den Zeitraum von 15 Jahren garantiert hat.
Ursprüngliches Ziel war es, bis Dezember 2022 die Schieneninfrastruktur in einen Zustand zu versetzen, der einen attraktiven Schienenpersonennahverkehr zulässt, was leider nicht geschafft wurde.
Erfreulicherweise konnte mit den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm ein neuer Infrastrukturbetreiber gewonnen werden, die bereits Erfahrung auf dem Gebiet der Reaktivierung einer Bahnstrecke, nämlich die erfolgreich reaktivierte Strecke Senden-Weißenhorn, gesammelt hat.
Um den Betrieb dauerhaft sicherzustellen, gilt es, Bundeszuschüsse zu akquirieren, weswegen eine Kooperationsvereinbarung mit den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm geschlossen wurde. Der Landkreis Augsburg steht damit zu dem Projekt Staudenbahn.
Die Weichen sind somit gestellt, dass möglichst 2027 die Strecke ertüchtigt ist und der Schienenpersonennahverkehr in der Region noch attraktiver wird.
Das Gersthofer Paul-Klee-Gymnasium zieht in 2024 in das vollständig neu gebaute Gebäude ein. Schüler wie Lehrer lernen in modernster Lernumgebung, die nicht allein genug Raum für alle bietet, sondern auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Medienausstattung Standards setzt. Knapp 75 Millionen Euro hat der Landkreis hierfür investiert.
Knapp 3 Jahre werden seit dem offiziellen Spatenstich im Juni 2021 vergangen sein, wenn Schüler und Lehrer Einzug in die neuen Räume des Paul-Klee-Gymnasiums in Gersthofen halten. Pünktlich zum Schuljahresbeginn 2024/2025 startet der Schulbetrieb. Damit beschließt der Landkreis Augsburg seine bisher größte schulische Baumaßnahme. „Sowohl Zeit- wie auch Kostenplanung können größtenteils eingehalten werden“, freut sich dabei Lorenz Müller, Fraktionsvorsitzender der CSU im Augsburger Kreistag und ergänzt: „Das ist in heutigen Zeiten keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern eher die Ausnahme“.
Knapp 76 Millionen Euro hat der Landkreis damit in den weiteren Ausbau seiner Schullandschaft investiert. Weit über 425 Millionen sind es in diesem Bereich seit dem Jahr 2008.
Der Neubau des Paul-Klee-Gymnasium erfolgte dabei nach den neuesten energetischen Vorgaben. Auf den südlichen Dachflächen wurde eine für den Eigenverbrauch der Schule optimierte PV-Anlage installiert. Das Dach der Dreifachsporthalle wird als Gründach angelegt. Zudem findet sich im Umgriff des Hauptgebäudes ein großzügiges Angebot von Sport- und Bewegungsflächen wieder. „Wir nahmen unser Selbstverständnis als Bildungslandkreis ernst. Und so schaffen wir optimale Rahmenbedingungen für die gesamte Schulfamilie schaffen; allen voran natürlich für die voraussichtlich rund 1350 Schülerinnen und Schüler, die hier künftig beheimatet sein werden“, betont Dr. Ludwig Lenzgeiger, Mitglied im Bildungsausschuss und CSU-Fraktionsgeschäftsführer.
Die kommenden Monate stehen nun ganz im Fokus der Fertigstellung. Bereits an Pfingsten 2024 soll mit den Umzugsmaßnahmen begonnen werden.
Landrat Martin Sailer mach an dieser Stelle nochmals deutlich: „Das neue Paul-Klee-Gymnasium reiht sich als nächster Meilenstein in unsere andauernden Bestrebungen ein, die Bildungslandschaft in unserem Landkreis nachhaltig auszubauen. Mit der Sanierung des Justus-von-Liebig Gymnasiums in Neusäß schreiben wir diese Erfolgsgeschichte aktuell fort.“
Seit dem 1. Juni fährt der neue Rufbus des AVV in der Region. Der AktiVVo verbindet nun mit Kleinbussen zu jeweils acht Plätzen, behindertengerecht und kinderfreundlich, den Holzwinkel, Altenmünster, das Zusamtal und das Rothtal.
"Der neue Rufbus ist eine ideale Gelegenheit für die ganze Region zusammenzuwachsen und zugleich ein Schritt in eine neu gedachte Mobilität der Zukunft, denn durch die Querverbindungen und die große Flexibilität bietet er ein jeweils passgenaues Angebot, was entgegen der straffen Linienfahrten den Nahverkehr zu einer echt attraktiven Ergänzung des Individualverkehrs macht", resümiert Dr. Ludwig Lenzgeiger, der sich als Kreisrat für die Einführung des Rufbusses eingesetzt hat.
Zur aktiven Nutzung motiviert der Adelsrieder Bürgermeister Sebastian Bernhard, dem das Projekt in Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern der ganzen Region ein Herzensanliegen war und ist: "Wir befinden uns derzeit in der Erprobungsphase des AktiVVo, die vom Landkreis unterstützt wird. Unser Ziel muss es sein, dass dieses Angebot verstätigt wird. Hierfür sind aber natürlich die Nutzungszahlen entscheiden, weshalb ich alle Bürgerinnen und Bürger unbedingt dazu ermuntern möchte, sich auf eine Fahrt einzulassen, ganz unkompliziert, schnell und flexibel."
Der Bus kann per App oder Anruf gerufen werden und verbindet damit in enger Taktung und passgenau Ortschaften, die bislang mit dem regulären Nahverkehr im Grunde unerreichbar waren. Intelligent werden digital die Anfragen so gebündelt, dass Buchungen gemeinsame Strecken ergeben und somit den tatsächlichen Bedarfen der Mitfahrer möglichst passgenau entsprochen werden kann.
Das Projekt wird zu 60% aus dem sogenannten „300.000 Euro-Paket“ des Landkreises gefördert, mit dem dieser moderne Mobilitätskonzepte fördert, um den öffentlichen Nahverkehr schrittweise zu verbessern. 40% der Kosten tragen die einzelnen Gemeinden, also Adelsried, Altenmünster, Bonstetten, Emersacker, Heretsried, Horgau, Welden und der Markt Zusmarshausen, die Dank des Projektes besser vernetzt werden.
Wenn sich nach der Erprobungsphase zeigt, dass das Angebot rege durch die Bevölkerung angenommen wird, besteht die Möglichkeit, dass der AktiVVo in die reguläre Linienplanung des AVV übergeht. Die aktuellen Zahlen jedenfalls, zeugen davon, dass das Angebot durch die Bevölkerung begrüßt wird und Arbeitswege, Freizeitgestaltung sowie Arzt- und Amtsbesuche Dank des AktiVVos effizienter gestaltet werden.
Im Rahmen der Werkausschusssitzung vom 4. Dezember 2023 beschlossen die Kreisrätinnen und Kreisräte die Einführung der Wertstofftonne für die Landkreisbewohner zum 1. Januar 2025. Somit macht der Landkreis einen weiteren wichtigen Schritt bezüglich der Verbesserung der Nachhaltigkeit der Abfallentsorgung sowie im Wertstoffhofkonzept 2035. Die CSU unterstütze die Vorlage einstimmig.
Im Hinblick auf diese perspektivische Verbesserung der Entsorgungssituation durch die Aufwertung von Wertstoffhöfen im ganzen Landkreis stellt Stefan Buck (CSU), der zugleich als Gersthofer Stadtrat auf städtischer Ebene mit dem Thema vertraut ist, fest: „Durch die Einführung der Tonne verbessern wir nicht allein das Erscheinungsbild am Abholtag durch eine feste Lagermöglichkeit, auch vermeiden wir Probleme mit und für Tiere, die somit nicht verführt sind, Plastikmüll zu fressen. Zugleich wird damit die die Arbeitssituation unserer Müllwerker verbessert.“
Konrad Dobler, Sprecher der CSU im Werkausschuss des Kreistages, ergänzt: „Wir verbessern die Verwertung der entsorgten Stoffe durch Vorsortierung ebenso wie wir die Erfassungsmenge insgesamt erhöhen können. Gleichzeitig wird der Individualverkehr zu den Wertstoffhöfen durch eine 14-tägige Abholung verringert. Das alles erfolgt zudem gebührenneutral für unsere Landkreis Bürgerinnen und Bürger.“ Gegenüber den Kritikern der ÖDP verweist Dobler auf noch weitere positive Effekte für die Umwelt. Denn allein im Jahr 2022 seien 5,34 Millionen gelber Säcke (2018: 4,5 Mio.) ausgegeben worden, die wiederum mit massivem Beschaffungsverkehr wie Aufwand in den Rathäusern verbunden gewesen seien. Mit der Vorlaufzeit durch die Umstellung zum 1. Januar 2025, der Möglichkeit für eine Nachbarschaftstonne und speziellen Regelungen für Mehrfamilienhäuser sei zudem die nötige Flexibilität gegeben, um den Haushalten die Schaffung eines Tonnenplatzes zu ermöglichen. Bei größeren Mengen von Wertstoffen könnten außerdem weiterhin die Wertstoffhöfe aufgesucht werden.
„Mit der Einführung der Wertstofftonne kommen wir dem Wunsch der Landkreisbürger nach, verbessern unsere Wertstoffsituation und gehen einen weiteren Schritt für die Nachhaltigkeit des Landkreises“, lautet das Fazit von Sitzungsleiter und Stellvertreter des Landrates Dr. Michael Higl.
Die Wertstofftonne bildet damit einen elementaren Schritt im Nachhaltigkeitskonzept des Landkreises, mit welchem die Abfallverwertung und damit die Ressourcennutzung mittel- und langfristig optimiert wird. Hierzu gehört auch die Einrichtung von optimierten Wertstoffhöfen, die durch die Zusammenlegung mit bestehenden kleinen und häufig nur unzureichend ausgestatteten Anlagen entstehen. Die neuen Höfe verfügen über ausgeweitete Öffnungszeiten, nutzerfreundliche Zufahrten und alle arten von Wertstoffen können dort garantiert abgegeben werden.
Schwabmünchen. Im Rahmen einer Fraktionssitzung widmete sich die CSU im Kreistag der landkreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBL. Mit Geschäftsführer Josef Hartmann wurde ein Modellprojekt besucht und Ziele für die Zukunft besprochen.
Eindruck machte auf die Kreisräte, darunter zahlreiche Bürgermeister, der CSU-Fraktion die Besichtigung des WBL-Bauprojektes in Schwabmünchen an der Taubentalstraße. Vom Freistaat gefördert realisiert die WBL dort 24 Wohnungen für Landkreisbürger mit niedrigem Einkommen. Diese Wohneinheiten umfassen nur den ersten Bauabschnitt, dem 2023 weitere Wohnungen folgten. „Dank der fachkundigen Arbeit der WBL gelingt es uns hier vor Ort Mietpreise deutlich unter üblichem Schwabmünchner Niveau anbieten zu können und damit einerseits den Wohnungsmarkt vor Ort zu entlasten und andererseits sozial Schwächere zu unterstützen“, erklärte Fraktionsvorsitzender und Schwabmünchner Bürgermeister Lorenz Müller, der als Kommunalpolitiker vor Ort das Projekt der WBL eng begleitete.
Josef Hartmann, WBL-Geschäftsführer, gab darüber hinaus einen Einblick in die vielfältige Arbeit der Landkreistochter, die in den vergangenen Jahren ihre Kapazitäten und Tätigkeitsfelder stark ausbauen konnte. So verwaltet das Unternehmen derzeit rund 4900 eigene Mietwohnungen und investierte allein im Jahr 2021 rund 4,5 Millionen Euro in Neubauten sowie rund 10,4 Millionen Euro in Bestandssanierung, insbesondere in energetischer Hinsicht.
„Bei einer Durchschnittsmiete von rund 5,40 Euro pro Quadratmeter stellt der Landkreis durch dieses Unternehmen ausnehmend günstigen Wohnraum zur Verfügung und trägt dazu bei, den Wohnungsbedarf über soziale Gräben hinweg zu entspannen“, erklärt Ulrike Höfer, Sozialpolitikerin und zugleich stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Kreistagsfraktion. „Allein im Jahr 2022 sind 24 Wohneinheiten im Bau, 35 weitere geplant, ab 2023 stehen zudem 168 Wohneinheiten in der Planung. Der Landkreis tut etwas gegen die Wohnungsnot und schafft günstigen Wohnraum“, so Höfer weiter. Für das Jahr 2024 wurde zudem in Schwabmünchen ein Bauauftrag für weitere 48 Wohnungen erteilt
„Perspektivisch möchten wir als CSU die WBL als Partner für die Kommunen stärken: Beständigkeit im Bau eigener Einheiten, aber insbesondere Beratung bei und Verwaltung von kommunalen Projekten sind die Pfeiler, auf die wir setzen. Die WBL als Baupartner für die Kommunen und als Sozialpartner für die Menschen, das ist unsere Idee für die Zukunft“, resümiert Lorenz Müller die Fraktionsposition.
Die WBL konnte in dieser Periode bislang außerdem Projekte in Fischach und Wehringen abschließen. In Gersthofen und Neusäß befinden sich Projekte in der Planung.
BILD: Die CSU-Fraktion baut auch in Zukunft auf die WBL, hier einem Projekt in Schwabmünchen in der Taubentalstraße.
In Neusäß investiert der Landkreis rund 66 Millionen Euro. Das Justus-von-Liebig-Gymnasium wird generalsaniert. Nicht allein in Gersthofen macht sich der Landkreis also für die Bildungsinfrastruktur stark, sondern die Landkreisverwaltung wie der Kreistag stemmen in Zusammenarbeit mit den Schulfamilien sogar zwei Großprojekte.
Mit dem Baubeginn in 2022 begann für die rund 900 Schüler des Gymnasiums in Neusäß ein turbulenter Umzug in die benachbarte ehemalige Berufsschule, wo bis in das Jahr 2025 der Unterricht fortgeführt wird. Das Stammgebäude des 1965 gegründeten Gymnasiums wird nämlich kernsaniert, um ab 2025 für die Schülerinnen und Schüler beste Lernbedingungen zu bieten. Die Kernsanierung erhält dabei die grundsätzliche Gebäudestruktur und bietet großzügig Raum für die Schule, die – wie alle Landkreisschulen – mit perspektivisch steigenden Schülerzahlen zu rechnen hat.
Die energetische Sanierung des rund 50 Jahre alten Baus erfolgt dabei anhand modernster Umweltschutz- und Nachhaltigkeitsstandards. Zugleich kann die Schulfamilie auch mit einer Medienausstattung auf dem neuesten Stand der Technik wie einer erneuerten Möblierung rechnen.
„Nicht saniert werden die Sporthalle sowie die Mensa. An der Stelle der ehemaligen Gebäude, die mittlerweile abgerissen wurden, entstehen jeweils neue Bauten.“ erläutert Dr. Ludwig Lenzgeiger, Fraktionsgeschäftsführer. Kreisrat und Bürgermeister Richard Greiner ergänzt: „Der Neusäßer Bildungscampus, der neben dem Gymnasium auch die Realschule, die FOS und BOS sowie die Berufsschule umfasst, erhält zudem eine neue Dreifachturnhalle, die jeglichen Wettbewerbsstandards entspricht. Für ortsansässige Vereine entstehen so zudem neuen Potenziale.“
Die Mensa, welche ebenfalls neu errichtet wird, sorgt für die Verpflegung der Schülerinnen und Schüler sowie des gesamten Personals. Ein neues Parkdeck trägt zudem zur Entspannung der Verkehrssituation rund um das Schulzentrum bei.
„Das sanierte Justus-von-Liebig-Gymnasium ist ein weiterer Meilenstein für den Bildungslandkreis Augsburg und perspektivisch für den Standort Neusäß als überregional bedeutsamen Bildungscampus. Die finanziellen Lasten sind enorm, aber wir kämpfen für jeden Euro für die Bildung“, erklärt Landrat Martin Sailer.
Manchmal befasst sich der Kreistag auch mit den schönen Künsten, aktuell entsteht ein Künstlerhaus im alten Weiherhof bei Döpshofen.
Im Süden von Gessertshausen, direkt am kleinen Flüsschen Schwarzach, liegt ein ganz besonderer Ort: das Kloster Oberschönenfeld. Für Naturfreunde ist er Ausgangspunkt für ausgiebige Waldspaziergänge. Und es ist ein Ort zum Verweilen. Neben vielem anderen finden Kunstliebhaber hier die Schwäbische Galerie mit zeitgenössischen Werken herausragender Künstler aus der Region. Gut zwei Kilometer weiter südlich befindet sich der Weiherhof. Der ehemalige Einsiedlerhof wird aktuell zu einem Künstlerhaus umgebaut. In dem barocken Gebäude wird es nach der Sanierung ein Wald-Atelier und Räume für Kulturforen geben. In einem Depot können Kunstgegenstände sachgerecht gelagert werden. Und wenn Kinder und Jugendliche in den angebotenen Seminaren Kunst selber erleben, wird es voraussichtlich zu Ende sein mit der Einsiedelei.
2026 soll der Kunstraum Weiherhof eröffnet werden. 20 Millionen Euro werden der Neubau des Depots und die Sanierung für das zukünftige Künstlerhaus kosten. Dabei handelt es sich um ein Projekt des Bezirks Schwaben. Der Landkreis beteiligt sich 25 Prozent an den Kosten.
Der CSU-Fraktion im Kreistag liegt das Projekt besonders am Herzen, sind es doch solche kleinen Besonderheiten, die den Landkreis Augsburg so liebens- und lebenswert machen. CSU-Kreisrätin Sabine Höchtl-Scheel ist Mitglied im Arbeitskreis Volkskundemuseum Oberschönenfeld. Sie sagt, „Kultur muss lebendig sein. Das bedeutet auch, im Hier und Jetzt gelebt und unseren Landkreis-Bürgern zugänglich gemacht werden.“ Im November 2023 haben die Arbeiten mit dem Aushub für das Depot, begonnen. Der alte Stadl soll für die Haustechnik und beispielsweise Schmiedearbeiten umgebaut werden und im Hauptgebäude finden Künstler ein Atelier auf Zeit. Und damit alles für die Zukunft gut gerüstet ist, wird CO2 – neutral gebaut.
Kreiert von Baumkrone Werbeagentur
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen